Mittels Laktatmessung kann man seine muskuäre Leistungsfähigkeit genau messen (dazu wird eine kleine Menge Blut aus dem Ohrläppchen abgenommen, während man auf einem Fahrradergometer sitzt und die Belastung stetig gesteigert wird). Gleichzeitig messen wir die Herzfrequenz und schreiben ein EKG. Damit können wir den genauen Pulsbereich erfassen, der optimal zur weiteren Leistungssteigerung beiträgt. Gleichzeitig ist diese Trainingsintensität für die Fettverbrennung und die langfristige Blutdrucksenkung optimal. Dieser Bereich heißt Grundlagenausdauerbereich.
Eine gute Grundlagenausdauer heißt höhere Leistungsfähigkeit. Eine zu Beginn flache Laktatkurve zeigt eine gute Grundlagenausdauer an. Eine Kurve, die von Beginn an ansteigt, eine schlechte. Ich werde euch anhand meiner Laktatkurve zeigen, wie eine schlechte und wie eine bessere Kurve ausschaut.
Meine Laktatkurve 2008 (hauptsächlich Mountainbike) – schlechte Grundlagenausdauer:

Das ist meine Laktatkurve vom Oktober 2008. Da ich wie jeder andere Mountainbiker auch nicht viel von richtigem Training verstanden habe, besitze ich zu dem Zeitpunkt eine unzureichende Grundlagenausdauer. Durch ständiges Fahren im anaeroben Bereich (also immer mit Sauerstoffmangel, wie man es beim Mountainbiken nunmal macht, wenn man die Berge hochfährt), verschlechtert man die Grundlagenausdauer und wird definitiv nicht besser.
Will man seine Grundlagenausdauer verbessern, sollte man im Grundlagenausdauerbereich trainieren (GA1-Bereich, im Bild rot eingerahmter Bereich). Der Bereich, in dem die Laktatkonzentration gerade ansteigt (wo wir es also als leicht anstrengend empfinden) ist der Grundlagenausdauerbereich. Die dazu gehörige Herzfrequenz lag im Oktober bei mir zwischen 125-140/min.
Meine Laktatkurve 2009 (Mischung Mountainbike und Rennrad) – Verbesserung der Grundlagenausdauer:

Durch Rennradfahren unter der Woche auf gerader Strecke konnte ich über den Winter meine Grundlagenausdauer verbessern. Meine Kurve verläuft jetzt wesentlich flacher, meine Leistung bei 2 mmol Laktat konnte ich um 30 Watt steigern, bin also leistungsfähiger geworden. Durch diese Verbesserung hat sich mein Trainingspuls jetzt verschoben. Aktuell trainiere ich zwischen 135 und 150/min. Deswegen ist es wichtig nach Trainingsumstellungen, Leistungsverbesserungen also auch Trainingspausen (mit Leistungssverschlechterung) seine Laktatkonzentration zu bestimmen. Die gestrichelte Kurve ist meine alte von 2008.
Fazit fürs wahre Leben für uns Mountainbiker: Versucht unter der Woche eure Trainingseinheiten im Grundlagenbereich zu fahren – also z.Bsp. wie ich auf dem Weg zur Arbeit stupide meine 30km Strecke fahre oder am Abend 1h. Am Wochenende lassen wirs dann natürlich in den Bergen wieder richtig krachen. Ihr werdet merken, dass es viel leichter geht und Ihr euch verbessert habt.

[...] Als Faustregel sollte man so trainieren, dass man eine gleichmäßige Belastung locker mindestens eine Stunde aushält, leicht ins Schwitzen kommt, währenddessen noch reden kann, und danach nicht zu erschöpft ist und definitiv am nächsten Tag keinen Muskelkater hat. Am Wochenende lassen wir es dann natürlich in den Bergen wieder richtig krachen. Ihr werdet merken, dass es viel leichter geht und Ihr euch verbessern werdet. Das hat bei mir sehr gut funktioniert. Durch Rennradfahren unter der Woche auf gerader Strecke konnte ich über den Winter meine Grundlagenausdauer verbessern. Wie wir die Verbesserung auch tatsächlich messen konnten und warum Grundlagentraining tatsächlich so gesund ist, steht in diesem Artikel: Leistungsdiagnostik mittels Laktatmessung [...]
Von: Warum Grundlagentraining für Mountainbiker? « Radsporttraining's Blog am Juni 16, 2009
um 9:40 pm
[...] In dem hier gewählten anschaulichen Beispiel konnte ein Sportler innerhalb von nur fünf Monaten mit 3-5 Mal Grundlagentraining pro Woche seinen Ruhepuls und seinen Wettkampfpuls um ca. 10 Schläge senken. Für die Untersuchung war es zunächst notwendig, den optimalen Trainingspuls mittels Laktatmessung zu bestimmen und den Sportler dann mit Hilfe einer Pulsuhr im Grundlagenausdauerbereich trainieren zu lassen (ausführliche Infos findet Ihr dazu hier: http://radsporttraining.wordpress.com/2009/05/20/leistungsdiagnostik-mittels-laktatmessung/). [...]
Von: Anonymous am Oktober 29, 2009
um 8:22 am
[...] Leistungsdiagnostik für bessere Trainingspläne (Blog) LD bei Höhenbalance (Blog) Leistungsdiagnostik mittels Laktatmessung (Blog) Do it yourself Leistungsdiagnostik (Blog) Ähnliche Beiträge:Nein, ich möchte [...]
Von: Erfolg und Enttäuschung bei der Leistungsdiagnostik (LD) am Juni 2, 2010
um 8:40 am
Bei dir sieht man schön, dass die Leistungsdiagnostik wichtig ist und vor allem auch Erfolg bringt. Ich habe deinen Beitrag in meinem Erfahrungsbericht verlinkt:
http://www.runningwilli.com/training/erfolg-und-enttaeuschung-bei-der-leistungsdiagnostik-ld/
Würde mich auch über ein Kommentar von dir sehr freuen.
Lg
RunningWilli
Von: Laufen mit Willi am Juni 6, 2010
um 12:48 pm
[...] Laktatmessung, Laktatdiagnostik, Laktatleistungsmessung [...]
Von: 12. Internationaler Dessauer Avendi City Lauf – Dessau, 12.9.2010 – 10km – Ergebnisse – Running – Laufsport « Radsporttraining's Blog am September 13, 2010
um 6:31 pm
[...] Laktatmessung, Laktatdiagnostik, Laktatleistungsmessung [...]
Von: 11. Internationaler Dessauer City Lauf, Dessau 13.9.2009 – 10km-Lauf – Laufsport – Running « Radsporttraining's Blog am September 13, 2010
um 6:32 pm